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„Hier wohnt das Glück, hier findet das Herz Ruhe“

Wenn du zum ersten Mal in die „Wies“ kommst, stellst du dir vielleicht eine Frage: Wie kommt ein derart prachtvolles Gotteshaus in eine so einsame Gegend? Maßgeblichen Anteil daran hatte eine einfach Bäuerin, Maria Lory. Die entdeckte an einem Samstag im Jahr 1738 Feuchtigkeit in den Augen einer Figur, die den leidenden Jesus an der Geißelsäule darstellt. Tränen? Das Tränenwunder war der Ausgang für die Wallfahrt zum Gegeißelten Heiland auf der Wies. Schließlich war es Dominikus Zimmermann, der hier ein einzigartiges Gotteshaus baute – die Wieskirche.

Rokoko in höchster Vollendung schmückt diese Kirche, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Das Gotteshaus lädt ein zum Schauen, zum Staunen, zum Beten und nicht zuletzt: zur stillen Einkehr.

Jährlich pilgern rund eine Million Besucher aus aller Welt in die Wies. Und das aus gutem Grund. Denn schon der Schriftsteller Peter Dörfler wusste: „Die Wies ist ein Stück Himmel auf dieser leidvollen Erde.“